Kein Rastplatz in Potsdams Vorgarten

Stoppt den Bau der Raststätte Havelseen

Im Potsdamer Norden soll eine gigantische Autobahnraststätte gebaut werden. Sie soll den Namen „Havelseen“ tragen, mit rund 30 Hektar Grundfläche größer sein als die angrenzenden Dörfer und auf einem Acker errichtet werden, der in einem noch unzerstörten Naturraum liegt. In unmittelbarer Nähe leben bedrohte Tierarten, deren Lebensräume zerschnitten werden – mit massiven Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen.

 

Das Projekt wurde extrem undemokratisch, ohne die vorgeschriebene vorherige Einbeziehung der Anwohner, der Verbände und des Flächeneigentümers bis zum jetzt laufenden Baugenehmigungsverfahren durchgezogen.

 

Wir stehen dem Projekt entsetzt und kritisch gegenüber.

 

Bis zum 15.3.2021 erfolgt die öffentliche Auslegung der Unterlagen. Aufgrund der Pandemie kann man die Unterlagen online hier oder nach telefonischer Vorankündigung (03342/4266-2112) bei der Außenstelle des Landesamts für Bauen und Verkehr, Breite Straße 7a, 14467 Potsdam einsehen. Die Unterlagen liegen auch bei der Gemeinde Schönwalde-Glien, Wustermark, Amt Beetzsee und der Stadt Potsdam aus. Die Uhr läuft - es kommt nun darauf an, dass so viele Menschen wie möglich dabei mitmachen und der Behörde ihre Meinung mitteilen. Diese Frist endet am 15.4.! Alles zum Thema Einwendungen finden Sie hier. Argumenten sammeln und diskutieren wir in unserem Forum.

 

Wer sich mit uns gegen die geplante Raststätte und für eine sinnvollere, maßvolle Verkehrspolitik stark machen möchte, kann gern Kontakt zu uns aufnehmen:

 

Buergerinitiative@potsdamer-norden.de

 

Spendenkonto: NABU Brandenburg 
IBAN: DE57 1009 0000 1797 7420 11
Verwendungszweck Spende BI Potsdamer Norden 

Geschafft: Über 3.000 Stimmen für unsere Petition!



Unsere Forderungen im Überblick

  • Biotopverbund zwischen zwei Naturschutzgebieten erhalten, Zerschneidung verhindern
    Gebiet verbindet NSG/FFH-Vogelschutzgebiet Döberitzer Heide und NSG Falkenrehder Wublitz naturräumlich (siehe Landschaftsplan Potsdam)
  • Wertvollen Ackerboden weiter landwirtschaftlich nutzen, landwirtschaftliche Vorrangfläche ausweisen
    50 Bodenpunkte = sehr hohe Bodenqualität (für Brandenburg)
  • Sinnvolle Alternativstandorte prüfen, Flächenversiegelung minimieren
    Bodo Oehme, Bürgermeister der Gemeinde Schönwalde-Glien spricht sich für Verlängerung/Ausbau von Wolfslake aus; vorhandene Gewerbestandorte prüfen (z.B. MagnaPark bei Werder/Havel, Wustermark, Brieselang)
  • Lebensraum seltener Tierarten schützen
    Biotope, Feuchtgebiete, Obstwiesen sind Lebensraum seltener und geschützter Tierarten wie Neuntöter, Wiedehopf, Kiebitz, Eisvogel, Fischadler; Kartierung neu anfertigen und bewerten, Schutz alter Obstwiesen als Natur- und Kulturgut
  • Extreme Lichtverschmutzung verhindern
    Lichtverschmutzung = wissenschaftlich anerkannte Ursache für das Insektensterben, Biorhythmus von Tier und Mensch wird gestört
  • Emissionsschutz insgesamt höher bewerten
    Grundwasser ist in Gefahr (hoher Grundwasserspiegel), Lärmbelastung, hohe Feinstaub- und Stickstoffoxidbelastung werden befürchtet
  • Bestehende dörfliche Strukturen bewahren
    Zersiedelung und drohende Belastungen durch Schleichverkehr, Kriminalität, Prostitution und erhöhtes Müllaufkommen verhindern
  • Naherholungsgebiet erhalten
    Spaziergänger, Kinder, Angler, Wanderer erholen sich in der Natur zwischen Paaren, Satzkorn und Falkenrehde
  • Konsequenzen aus Klimakrise und erklärtem Klimanotstand ziehen
    Verkehrswende jetzt umsetzen: Statt den extremen Ausbau der LKW-Infrastruktur zu fördern für nachhaltige Verkehrskonzepte eintreten (z.B. Schienengüterverkehr)

 


Unterstützt uns!

hier sind unsere Positionen:

Gegen den Asphalt, für freie Böden

Die Äcker im Potsdamer Norden sollen frei bleiben!

Die Bundesregierung hat sich in ihrer Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie zum Ziel gesetzt, deutschlandweit täglich nicht mehr als 30 Hektar Fläche neu zu versiegeln. Dieses Ziel wird nicht erreicht: Aktuell wird in Deutschland fast die doppelte Fläche neu versiegelt.

 



Gegen die Lichtverschmutzung, für die Nacht

Wenn in Paaren die Sonne untergeht, dann wird es wirklich Nacht.

Gerade einmal rund 20 funzelige kleine Straßenlaternen beleuchten die Straßen des Dorfes. Auf manchen Wegen schreitet man Hunderte Meter durch tiefe Dunkelheit.

 



Gegen die Naturzerstörung, für unsere Tiere und Pflanzen

Der Potsdamer Norden ist ein Hotspot für seltene Pflanzen und Tiere. Grund dafür sind die alten Obstwiesen des Havellandes, die seit der Wende nicht mehr genutzt werden.

 



Gegen Emissionen, für ein lebenswertes Leben hier und in der Welt

Klar brauchen LKW-Fahrer Stellplätze, damit sie ihre Pausenzeiten einhalten können. Aber eine so große und moderne Rastanlage fördert wiederum den LKW-Verkehr!

 




Bürgerinitiative Potsdamer Norden

Für die Dörfer im Potsdamer Norden

Uetz-Paaren, Satzkorn, Kartzow, Marquardt – die Dörfer im Potsdamer Norden sind klein, aber sehr lebendig. In manchen wohnen nur wenig mehr als Hundert Einwohner. Viele Orte erleben jedoch einen regen Zuzug durch junge Familien, die hier leben und sich wohlfühlen. Die Ortsgemeinschaften und regionale Initiativen tun viel für die Entwicklung dieser Orte. Dennoch bleibt Luft nach oben: Es fehlen Spielplätze, regionale Einkaufsmöglichkeiten, Treffpunkte, eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Statt die Region zu fördern, werden großflächige Gewerbegebiete geplant, und nun auch noch eine riesige Raststätte, mit hohen Belastungen während der mehrjährigen Bauphase und unabsehbaren Folgen für das Leben in diesen Dörfern. Das empfinden wir als Affront.

Wir meinen: Der Potsdamer Norden und seine Menschen verdienen Beachtung durch die Politik! Eine riesige Raststätte brauchen wir nicht!

"Als kleiner Hinweis für alle, die sich von der Raststätte gute Jobs und Einkaufsmöglichkeiten erhoffen, hier ein Artikel aus dem Stern: Gezahlt wird Mindestlohn, die Waren sind überteuert. Es profitiert die Tank & Rast GmbH. Nicht die Region."