Aktuelles

Olaf Scholz im Wahlkreisgespräch

Am 28. Mai 2020 lud Bundeskanzler Olaf Scholz zum Wahlkreisgespräch in seinen Bundestagswahlkreis Potsdam ein. Neben vielen Fragen zum Ukraine-Krieg kam auch die Rastanlagenplanung zur Sprache. BI-Mitglied Rüdiger Seyboth wollte wissen, in wiefern die Versiegelung fruchtbaren Ackerbodens fur die Rastanlage "Havelseen" mit der beabsichtigten größeren Unabhängigkeit von landwirtschaftlichen Importen in Einklang steht. Olaf Scholz unterstützt das Ziel der BI, den Acker und die wertvollen Biotope zu erhalten und statt dessen die exisitierende Tank- und Rastanlage Wolfslake auszubauen. Ein Brief von Scholz an Verkehrsminister Wissing hat offensichtlich noch nichts bewirkt. Der Bundeskanzler versprach aber, sich weiter um das Thema zu kümmern.

 

Foto: Bundeskanzler Olaf Scholz (Mitte) mit Rüdiger Seyboth und Birgit Albrecht-Seyboth von der BI Potsdamer Norden am Brandenburger Tor in Potsdam.



Stellungnahme der Bürgerinitiative Potsdamer Norden zum Entwurf des  Bebauungsplan Friedrichspark (Süd)

Am 25.04.2022 hat die BI Potsdamer Norden ihre Stellungnahme im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung zum Entwurf des Bebauungsplans Friedrichspark (Teilbereich Süd) abgegeben. Den vollständigen Text lesen Sie hier.


Drei Nummern zu groß:  Bürgerinitiative Potsdamer Norden lehnt Bebauungsplan für Möbelzentrum xxxLutz im Friedrichspark ab

Ideen für die großflächige Ansiedlung von Gewerbe im Friedrichspark gibt es seit Jahrzehnten. Jetzt plant die Stadt Potsdam auf der 72 ha große Fläche zwischen den Dörfern Marquardt, Satzkorn und Paaren ernst zu machen: Wo bisher nur ein Baumarkt, eine Solaranlage und drei kleinere Gewerbeeinheiten stehen, soll Raum für einen gigantischen Möbelmarkt geschaffen werden. Ein Verkehrskonzept fehlt, eine Einpassung in die dörflichen Strukturen ebenfalls. Mehr...


Ausbau von Wolfslake gefordert

Es gibt gute Nachrichten! Mitglieder der BI Potsdamer Norden trafen sich mit dem Bürgermeister von Schönwalde-Glien, Bodo Oehme (2. von rechts) am Samstag, den 12.3.2022 auf dem Gelände der Raststätte Wolfslake (West). „Die Raststätte lässt sich modernisieren und erhalten“, sagt Oehme. „Das ist viel wirtschaftlicher als ein Neubau an anderer Stelle.“



Bruthöhlen für den Vogel des Jahres

Der Wiedehopf ist den meisten Menschen bekannt – erst recht, seit er 2022 durch den Nabu zum „Vogel des Jahres“ gewählt wurde. Gesehen haben den hübschen Vogel mit der bunten Federhaube die wenigsten – was daran liegt, dass er selten ist. Mehr...


Baumpflanzung am Olaf-Scholz-Platz

Mehr als 50 Menschen kamen am Samstag, den 18. Dezember zur Baumpflanzung und Aufstellung eines Schildes mit dem Titel „Olaf-Scholz-Platz“ an der vom Bauvorhaben der Raststätte „Havelseen“ bedrohten Ackerfläche zwischen Paaren und Satzkorn. Mehr Infos...


Unser Wappenvogel - der Wiedehopf - ist Vogel des Jahres 2022!

Der Sieger der Wahl zum Vogel des Jahres steht fest: Der Wiedehopf hat mit 45.523 Stimmen und 31,9 Prozent die meisten Stimmen erhalten.  Der „Vogel des Jahres“ wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 gekürt. Seit 2021 wird er durch eine vom NABU organisierte öffentliche Wahl bestimmt. Mehr...



PRESSE

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Interview

Retterin der Nacht

Ein Interview mit Sabine Frank, Nachtschutzbeauftragte im Sternenpark Rhön beim Landkreis Fulda.

BI: Guten Tag, Frau Frank, im Potsdamer Norden soll eine Autobahnraststätte in ein Gebiet gebaut werden, in dem es nachts bisher noch völlig dunkel ist. Die angrenzenden Dörfer haben zum Teil nicht einmal durchgehende Straßenbeleuchtung.

Frank:Das klingt nicht nach einer guten Idee für den Schutz der Nacht. Sie sollten sich Unterstützung suchen, zum Beispiel beim Bundesamt für Naturschutz, das hat gute Studien zu den Auswirkungen von Lichtverschmutzung zusammengestellt. Da, wo es bisher noch dunkel ist, sollte man um die Dunkelheit kämpfen! Das bedeutet, dass Kunstlicht so nachtfreundlich wie möglich eingesetzt wird. 

 

BI: Aber Raststätten sind nun einmal hell erleuchtet, das erfordert ja schon die Sicherheit.

Frank: Sicherlich ist, falls gebaut wird, eine Beleuchtung notwendig.Allerdings stellen wir in den letzten Jahren fest, dass Beleuchtung oft völlig unnötigerweise überdimensioniert ist. Dies ist auch der Leistungsfähigkeit der LED geschuldet, die erst seit ein paar Jahren Marktreife hat, aber bereits jetzt dazu führt, dass einfach mehr und zu viel beleuchtet wird. Dies trägt nur vermeintlich zu mehr Sicherheit bei. Im Gegenteil, zu viel grelles Licht sorgt nicht für mehr Sehfähigkeit. Industrienormen, die nicht politisch legitimiert sind, werden oft zur Planung herangezogen, aber die Spielräume in Sachen Beleuchtungsstärke werden oft nach oben statt nach unten ausgelegt – und so wird es dann heller und heller. Für Nichts, außer um viel Lichtverschmutzung zu verursachen. Man nennt dies den Rebound-Effekt: Etwas wird billiger (Licht durch die LED) und daher verstärkt und unnötig eingesetzt. 

 

BI: Sie engagieren sich stark für den Erhalt der Nacht.

Frank: In Gegenden, in denen es nachts noch Dunkelheit gibt, sollte man sie unbedingt erhalten. Tiere und Pflanzen sind auf dunkle Nächte angewiesen – es geht ihnen nicht anders als Menschen. Wir machen doch auch nachts im Bett das Licht aus! Künstliches Licht bringt zum Beispiel den Rhythmus der Bäume durcheinander. Sie werfen dann im Herbst später ihr Laub ab.

 

BI: Ist die Dunkelheit gesetzlich geschützt?

Frank: Bisher viel zu wenig bzw. nicht deutlich genug. Im Naturschutzgesetz gibt es schon Bestimmungen, die die Störung von Tieren untersagt, z.B. Fledermäuse, die generell stark geschützt sind. Wir brauchen da stärkere Anforderungen in den Gesetzen! Bereits jetzt ist Kunstlicht als schädliche Umwelteinwirkung im Bundesimmissionsschutzgesetz erfasst und muss daher genauso abgewogen werden wie Luftverschmutzung. >

 

> Dies ist bislang jedoch noch keine durchgängige Praxis in den Genehmigungsbehörden, obwohl diese sehr gute Vorgaben zu Kunstlicht machen können, damit die Auswirkungen so gering wie möglich sind und die Anforderungen an die Sehfähigkeit jedoch gegeben sind. Es ist mittlerweile wissenschaftlich anerkannt, dass Lichtverschmutzung zu den Ursachen für das Insektensterben zählt, nicht umsonst hat das Insektenschutzgesetz der Bundesregierung, das zur Zeit in der Entstehung ist, diese Umwelteinwirkung mit aufgenommen.  Aber schon jetzt können mit bestehender Rechtslage rechtmäßige und rechtssichere Vorgaben zur Gestaltung von Kunstlicht gemacht werden. Die Kommunen und Genehmigungsbehörden machen von dieser Möglichkeit jedoch kaum Gebrauch. Leider.

 

BI: Und das fällt niemandem auf?

Frank: Zunehmend fällt es mehr Menschen auf. Aber grundsätzlich sind die Menschen entfremdet von der Nacht. Sie fahren durch die Dunkelheit mit dem Auto, haben dabei die Scheinwerfer an, steigen aus und gehen direkt ins erleuchtete Haus. Man sollte sich aber fragen, brauche ich die Beleuchtung überhaupt? Wie gesagt, meistens wird mit Bequemlichkeit und Sicherheit argumentiert. Dabei bedeutet mehr Licht nicht mehr Sicherheit. Im Gegenteil, grelle Beleuchtung erhöht sogar das Gefühl von Unsicherheit, dazu gibt es kriminologische Untersuchungen.

 

BI: Hier im Dorf gibt es bisher nur ein paar funzelige Straßenlaternen mit rötlichem Licht. Über weite Passagen sind die Wege stockdunkel. Bei Mondlicht werfen die Gebäude auch nachts Schatten.

Frank: Das sollte normal sein! Ich habe mich in meiner Region dafür engagiert, dass die Beleuchtung wieder dezimiert wird. Zum Beispiel in Silges, einem 380-Seelen-Dorf: Statt heller LED-Beleuchtung wird der Kirchplatz nachts von ein paar nach unten gerichteten Laternen mit rötlichem Licht erleuchtet. Das reicht völlig und ist viel insektenfreundlicher.

 

BI: Es gibt also eine insektenfreundliche Beleuchtung?

Frank: Nein, gibt es nicht, lassen Sie sich da nichts vormachen! Die Dunkelheit zu erhalten, ist immer die erste Wahl. Und wenn man Licht begründet braucht, sollte es so umweltverträglich wie möglich gestaltet werden. An Stellen, an denen es bereits viel Lichtverschmutzung gibt, kann man versuchen, die Situation zu mildern, indem man z.B. Laternen so umrüstet, dass ihr Licht nach unten gelenkt wird und die Farbtemperatur wenig Blauanteile erhellt –also unter 2700 Kelvin beträgt. Licht mit hohem Blauanteil – das uns weiß erscheint – streut weiter und sorgt u.a. dafür, dass schneller gefahren wird. Abgesehen davon sollten wir einfach auch wieder lernen, die natürlich dunkle Nacht mit ihrem prachtvollen Sternenhimmel zu schätzen und zu erhalten.

 

BI: Wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen Ihnen für Ihre Arbeit als Nachtschutzbeauftragte alles Gute!

 



Geschafft!

Öffentliche Bürgerbeteiligung beendet

Die Einwendungsfrist ist am 16.04.2021 abgelaufen. Vielen Dank an alle, die sich so mit uns ins Zeug gelegt haben! Wir sind schwer beeindruckt! Es sind zahlreiche Stellungnahmen mit vielen überzeugenden Argumenten eingereicht worden. Einige davon können Sie hier nachlesen. Jetzt ist des Sache des Landesamts für Bauen und Verkehr, alle Argumente zu prüfen und sich überzeugen zu lassen: Für den Schutz der wertvollen Natur, die Weiternutzung einer der fruchtbarsten Böden Brandenburgs als Ackerfläche, den viel sinnvolleren Ausbau der Raststätte Wolfslake und für den Klimaschutz. Wir hoffen sehr, dass sich nun auch die Politik verstärkt der Sache annimmt und wir gemeinsam zu einer guten Lösung kommen. 


ACHTUNG EINWENDUNGSFRIST ist ABGELAUFEN!

KEINE BETEILIGUNG IM RAHMEN DER OFFIZIELLEN BÜRGERBETEILIGUNG MEHR MÖGLICH.

 

Wir lassen aber trotzdem alles hier stehen. Vielleicht sind unsere Hinweise und Vorlagen hilfreich für andere Bürgerinitiativen, die die Beteiligung in einem anderen Planfeststellungsverfahren noch vor sich haben. Viel Glück!


BETEILIGUNG IM PLANFESTSTELLUNGSVERFAHREN

Video aus der Konferenz I

Am 20.02.2021 stellte die Bürgerinitiative Potsdamer Norden während einer Videokonferenz den aktuellen Stand der Dinge im Planfeststellungsverfahren zum Bau der Rastanlage "Havelseen" vor. Sprecherin Silke Beckedorf erklärt, warum die BI dagegen ist. (Dauer 22 Minuten)

BETEILIGUNG IM PLANFESTSTELLUNGSVERFAHREN

Video aus der Konferenz II

Im Anschluss sprach Axel Heinzel-Berndt, Naturschutzreferent vom BUND,  über das Planfeststellungsverfahren und die Möglichkeiten der Beteiligung. (Dauer 17 Minuten). Die Auslegung der Planunterlagen ist beendet. Die Beteiligung ist aber noch bis 15. April 2021 möglich. Wer Infos benötigt, kann sich gern an die BI Potsdamer Norden wenden. 



Achtung

Auslegung zur Raststätte endet!

Am 15. März 2021, war offiziell der letzte Tag, an dem die Planfeststellungsunterlagen für die Raststätte „Havelseen“ eingesehen werden konnten. Die Unterlagen fand man bisher hier.

Einwendungen gegen das Bauvorhaben, dass das Land Brandenburg gemeinsam mit dem Bund plant, können noch bis zum 15. April an das Landesamt für Bauen und Verkehr geschickt werden. Nähere Informationen, wie eine Einwendung gemacht werden kann, finden Sie hier.

Die Stadt Potsdam, auf deren Hoheitsgebiet die Raststätte liegen würde, hat sich im laufenden Anhörungsverfahren gegen den Bau ausgesprochen und darauf hingewiesen, dass es keine 20 km entfernt bereits eine Rastanlage gibt, die dort weiterhin gewünscht wird und ausgebaut werden könnte: Die Raststätte Wolfslake. Die Bürgerinitiative Potsdamer Norden begrüßt die Stellungnahme der Stadt Potsdam ausdrücklich. Vom Tisch ist das Verfahren damit leider noch nicht, wie manche Bürgerinnen und Bürger bei uns nachfragten.

Die mediale Berichterstattung über die Stellungnahme der Stadt Potsdam hat bei manchem zu Verwirrung geführt, da es sich teilweise so anhörte, als sei die Planung hinfällig. Das ist nicht so! Die Stadt ist lediglich zur Abgabe einer Stellungnahme berechtigt, entschieden wird von Land und Bund. Es kommt also noch immer darauf an, dass sich möglichst viele Personen und Verbände gegen das mindestens zehn Millionen Euro Megaprojekt wenden.


Raststätte "Havelseen"

Potsdam gibt negative Stellungnahme ab

Wir freuen uns sehr, dass die Stadt Potsdam in ihrer aktuellen Stellungnahme im Rahmen den Planfestellungsverfahrens mit den Argumenten unserer BI Potsdamer Norden mitgeht und den Bau der Rastanlage "Havelseen" am Standort zwischen Paaren und Kartzow ablehnt. In der Pressemeldung vom 10.03.2021 heißt es: 

"Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, informiert heute die Mitglieder des Hauptausschusses über die geplante negative Stellungnahme der Landeshauptstadt Potsdam im Anhörungsverfahren zur Planfeststellung für den Neubau der Tank- und Rastanlage „Havelseen“ an der A10. Das Vorhaben wird wegen der erheblichen Konflikte mit dem Flächennutzungsplan, der unzureichenden Betrachtung des Altstandorts Wolfslake sowie aus boden-, natur- und umweltschutzrechtlicher Sicht grundsätzlich abgelehnt." Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

 

fernseh-tipp

Die schöne Natur im Potsdamer Norden

 

Am Samstag, den 13. März 2021, sendete der rbb eine Reportage aus Uetz-Paaren. Mehrere Filmteams waren vor Ort, um Natur- und Kulturhighlights für das Heimatjournal zu filmen. Der Beitrag folgt unter anderem dem Landwirt und Ortsbeirat Jens König, der Imkerin Runhilde Sokoll, zeigt das Schatullgut in Uetz und die kleine Kirche in Paaren, die neben Gottesdiensten als kulturelle Begegnungsstätte dient. Auch die geplante Autobahnraststätte ist ein Thema: Gezeigt wird die vielfältige und artenreiche Natur zwischen den beiden Dörfern, die durch gigantische Bauprojekte wie dieses unwiederbringlich verloren ginge. Das Team um rbb-Reporterin Jördis Götz begleitet die Naturfreunde Ingo Kunde und Silke Beckedorf dabei, wie sie Wiedehopf-Nistkästen auf den alten Obstwiesen aufstellen. Die seltenen Vögel kommen in den nächsten Wochen aus ihren Winterquartieren zurück – und finden dann gleich mehrere speziell für ihre Bedürfnisse gebaute Nistkästen auf den Paarener Obstwiesen vor. Der Film ist hier online anzuschauen.

 



Schreiben Sie jetzt Ihre Einwendung!

Frankieren Sie den Brief bitte ausreichend und senden Sie ihn so ab, dass er spätestens am 15. April beim Landesamt für Bauen und Verkehr in Hoppegarten angekommen ist. Alle Infos und Vorschläge für Einwendungen finden Sie hier.

 

Anmerkung: Vielen Dank an alle, die unsere Petition unterschrieben haben. Die Petition richtet sich an Politik und Öffentlichkeit. Ihr Einwendung hingegen geht direkt an das Landesamt für Bauen und Verkehr und muss im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens geprüft werden. Sie haben mit Ihrer Einwendung also direkten Einfluss auf das Verfahren.

 

Deshalb bitten wir alle, die unsere Petition schon unterschrieben haben, trotzdem nun auch ihre Einwendung zu formulieren und abzuschicken. Alle anderen natürlich auch. 



Potsdam. 15.02.2021

Infoveranstaltung

Am Samstag, den 20. Februar informierten wir via Zoom-Konferenz zur geplanten Raststätte und zum Beteiligungsverfahren. 


Die Beteiligung startet!

Am Montag, den 15. Februar startet die Beteiligung im Planfeststellungsverfahren. Ab heute können Sie Einwendungen machen!

Am kommenden Samstag, den 20. Februar, informieren wir um 17 Uhr in einer Zoom-Konferenz, wie das einfach geht.

Wer daran teilnehmen möchte, schickt uns bitte eine E-Mail an buergerinitiative@potsdamer-norden.de. Wir senden Ihnen dann am Samstag den Link zur Konferenz.


Paaren, am 66-Seen-Wanderweg, 27.01.2021

Laßt uns was tun!

Laßt uns Weizenkörner säen,

wo LKWs sollen stehen.

Laßt die Güter reisen

auf Güterbahngleisen.

Laßt uns hier pflegen die Natur,

statt auf Regenwaldrodung schimpfen nur.

 

Josef Grütter



Wolfslake soll bleiben!

Am 21.1.2021 hat die Gemeinde Schönwalde-Glien einen Beschluss gegen den Bau der Tank- und Rastanlage Havelseen am Standort Potsdam-Satzkorn gefasst und sich mehrheitlich für den Ausbau der in Ihrer Gemeinde befindlichen Tank- und Rastanlage Wolfslake ausgesprochen. Beschluss und Protokoll hier.


Potsdam. 20.01.2021

2.000 Unterschriften gegen die Raststätte

Die Onlinepetition „Naturerhalt statt Asphalt“ gegen den Neubau der Raststätte „Havelseen“ im Potsdamer Norden hat ein Etappenziel erreicht: Bis zum heutigen Mittwoch haben 2.000 Menschen die Petition für den Erhalt der Natur in Potsdamer Nord gezeichnet. Die Unterstützer fordern die Landesregierung und die Planungsbehörden auf, die Natur und die anliegenden kleinen Dörfer vor Zersiedelung zu schützen, sich gegen Flächenfraß und Lichtverschmutzung einzusetzen und sich mit vernünftigen Verkehrskonzepten gegen den zunehmenden LKW-Verkehr zu stemmen. Mit dem Neubau wird nicht einmal zusätzlicher Parkraum für LKW-Fahrer geschaffen: Am westlichen berliner Ring bieten die existierende Raststätte Wolfslake und zwei kleinere Parkplätze zwischen Potsdam Nord und Spandau nach Angaben der Planungsbehörden aktuell Stellfläche für insgesamt 104 LKWs. Alle drei Parkplätze sollen geschlossen werden. Auf dem geplanten Neubau bei Paaren sollen 103 LKWs Platz finden. Die wegfallenden Stellplätze würden also gerade einmal ersetzt. 

Der 1.999ste Zeichner der Petition war Axel Kruschat, Geschäftsführer des BUND Brandenburg. „Lieber Kiebitz und Ackerland erhalten, als überflüssige Rastanlagen zu bauen. Die Raststätte Wolfslake wäre vollkommen ausreichend,“ bekräftigte Kruschat die Forderungen. Der BUND wird ebenso wie der NABU und zahlreiche andere Verbände mit Gegenargumenten gegen den Neubau an der bald beginnenden Beteiligung im Planfeststellungsverfahren teilnehmen.

Damit die Onlinepetition beim Landtag eingereicht wird, fehlen noch rund 500 Stimmen aus Potsdam. Erst dann ist das Quorum von 1.600 Stimmen aus der betroffenen Region erreicht.

Wer das Anliegen unterstützen möchte, kann die Petition hier zeichnen.

 


Potsdam. 18.02.2022

Vogel des Jahres – wählt den Kiebitz!

Der geplante Bau der Raststätte Havelseen bedroht die Brutplätze von Kiebitzen. Die schwarzweißen Vögel sind in Deutschland besonders bedroht: In den vergangenen 30 Jahren hat der Kiebitz rund 90 % seines Bestandes verloren. Im Potsdamer Norden gibt es sie noch. Im Frühjahr kommen die Vögel aus ihren Winterquartieren zurück und brüten nahe der A 10 auf Feuchtwiesen. Das gigantische Bauprojekt würde die Vögel vertreiben und damit einmal mehr zum Rückgang einer bedrohten Art beitragen. Die Bürgerinitiative Potsdamer Norden ruft daher auf, sich an der Wahl zum Vogel des Jahres zu beteiligen und dabei den Kiebitz zu wählen. Die Wahl startet heute auf www.nabu.de und läuft bis zum 19. März. Im Vorentscheid hat es der Kiebitz bereits unter die Top 10 geschafft, vielleicht auch Dank der BI, die den Bau der Raststätte verhindern will und deren Unterstützer daher im Vorentscheid für Kiebitz und Wiedehopf votierten – zwei der vielen Vogelarten, die durch das Bauprojekt bei Paaren und Satzkorn betroffen wären. Weitere Infos zu den Aktionen und zu der bald startenden Anhörung im Planfeststellungsverfahren findet man unter www.potsdamer-norden.de.



Potsdam. 1.12.2020

Hilfe vom Verkehrsminister?

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Offener Brief an den Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, Guido Beermann
Das Planfeststellungsverfahren zum Bau der Raststätte Havelseen mitten in der Pandemie entgegen den eigenen Regeln zur Bürgerbeteiligung zu starten - das sollte heute eigentlich undenkbar sein. Genau das ist aber passiert. Die Bürgerinitiative Potsdamer Norden hat daher Guido Beermann (CDU), Verkehrsminister von Brandenburg, in einem offenen Brief gebeten, das Verfahren umgehend zu stoppen. Nun warten wir gespannt auf seine Antwort!
Raststätte Havelseen_Schreiben der BI Po
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Unterstützt Uns

Wir übergeben die erste Petition!

 

Am Dienstag, den 24. November, haben wir im Innenhof des Brandenburger Landtages unsere Petition gegen den Bau der Raststätte Havelseen im Potsdamer Norden übergeben!

 

Wir fordern damit den Landtag Brandenburg auf, sich gegen den Bau der Raststätte im Potsdamer Norden zu wenden.

 

Wir haben kraftvolle Unterstützer für diese Petition gefunden: Mit uns unterzeichnen zahlreiche Verbände, Vereine und Intiativen die Forderungen. Es zeichnen mit uns: der Landesbauerverband Brandenburg, der NABU Brandenburg, der BUND Brandenburg, die Grüne Liga Brandenburg, Der Landesimkerverband Brandenburg, Bündnis 90/Die Grünen-Kreisverband Potsdam, der Verein für Landschaftspflege Potsdamer Kulturlandschaft, der Imkerverein Groß-Potsdam, der Paarener Apfel- und Kulturverein, die Bürgerinitiative Fahrland und die Ortsvorsteher der Potsdamer Ortsteile Uetz-Paaren: Eckhard Fuchs, Fahrland: Stefan Matz und Satzkorn: Dieter Spira.

 

Wir sind froh und stolz, so viele prominente Unterstützer zu haben, die wie wir der Meinung sind, dass Autobahnraststätten nicht auf fruchtbare Äcker, in unzerstörte Naturräume und in die Nähe kleiner Dörfer gehören.

 

Die Online-Petition läuft derweil weiter - bitte sei auch Du dabei und unterstütze uns!

 

Weitere Informationen unter E-Mail: buergerinitiative@potsdamer-norden.de

 

 

Petition gegen die Tank- und Rastanlage


                                                                                 Potsdam,  19.11.2020

 

 

 

Unsere DEMO am 19.11.2020 vor dem Treffpunkt Freizeit.

 

Dort tagte der Potsdamer Verkehrsausschuss und die BI und Ihre Unterstützer haben Lautstark gegen den Bau der Raststätte demonstriert. Im Ausschuss durfte unser BI Mitglied Silke Beckedorf mit klaren und direkten Worten unseren Standpunkt deutlich machen. Wir haben an diesem Tag gewirkt!

 

Ein herzliches Dankeschön an alle, die zur Demo gekommen sind und alle, die die Veranstaltung so kreativ vorbereitet haben! Was für ein tolles Team!